So.. Feb. 1st, 2026

Unsere Methode

Wir haben über einen Drittanbieter (Datenzentrum) Zugriff auf einen großen Pool an Personen, die grundsätzlich an Umfragen teilnehmen. Dabei handelt es sich um ca. 15.000 Personen aus dem ganzen Bundesgebiet. Zum einen sind das anonyme Personen, zum anderen aber auch Personen aus unserem Bekanntenkreis, Verwandte, Kommilitonen, Freunde, Kontakte über Soziale Medien etc. Sollten diese Personen ausnahmsweise einmal nicht reichen (weil bspw. nur Menschen aus einem Bundesland befragt werden sollen), werden diese über professionelle Anbieter ergänzt.

Diese Personen werden ausschließlich online befragt, was die Kosten sehr gering hält. Außerdem erhalten sie (von den zuletzt genannten Ergänzungspersonen abgesehen) keine Vergütung, sondern nehmen ehrenamtlich teil.

All diese Personen sind datenmäßig sehr genau erfasst, nämlich in erster Linie nach folgenden Kriterien:

  • Geschlecht
  • Alter
  • Schulabschluss
  • Berufsabschluss
  • Berufsstatus
  • Einkommen
  • Einkommen vor fünf Jahren
  • Familienstand
  • Wohnort: Einwohnerzahl, Bundesland, Landkreis bzw. Stadtteil
  • Wohnort vor fünf Jahren

Daneben gibt es noch 17 weitere Detailangaben, die aber nicht alle Personen angegeben haben und nur verwendet werden, wenn es wirklich darauf ankommt.

Bei den Umfragen werden alle Antworten genau nach diesen Kriterien verarbeitet. Wenn nun z.B. ein 42-jähriger Mann aus einer sächsischen Kleinstadt mit 22.000 Einwohnern eine bestimmte Antwort gibt, vermerken wir diese Antwort für die Altersgruppe 40-45, für Männer, für Sachsen, und für Städte mit 20.000 bis 25.000 Einwohnern.

Da man soziologisch die Anteile all dieser Gruppen an der Bevölkerung problemlos feststellen kann, lässt sich die Bedeutung der Antwort entsprechend hochrechnen. Daher ist es auch unerheblich, ob wir für eine bestimmte Umfrage eine genau repräsentative Befragtengruppe finden oder nicht. Aus jeder Befragtengruppe lässt sich rein mathematisch ein repräsentatives Ergebnis hochrechnen. Um zufällige Abweichungen möglichst gering zu halten, versuchen wir natürlich trotzdem, möglichst nahe am Bevölkerungsschnitt zu bleiben.

Bei Reihenumfragen (z.B. zur Wahlabsicht bei Landtags- oder Bundestagswahlen) verwenden wir eine sogenannte teilstationäre Befragtengruppe:

  • Es werden zunächst nach den obigen Kriterien bspw. 1000 Personen ausgewählt und befragt.
  • Aus diesen 1000 wählen wir dann ca. 600 Personen für eine besonders repräsentative Gruppe aus. Diese Gruppe ist nun der stationär Teil der Umfrage, sie wird also immer wieder befragt.
  • Von diesen 600 Personen nehmen natürlich nicht immer alle bei der nächsten Umfrage teil, aber ungefähr 500 sind es trotzdem meist. Sie werden dann durch weitere Personen ergänzt, um auf die Standardzahl von ca. 1000 zu kommen.
  • Dadurch, dass die gleichen Personen immer wieder befragt werden, können Trends sehr leicht abgelesen werden. Dadurch, dass es zudem eine zufällig ausgewählte Kontrollgruppe gibt, können aber zufällige Abweichungen festgestellt werden.